Wohlriechender Trichterling
Paralepistopsis amoenolens
Auch: Duftender Trichterling, Parfümierter Trichterling, Japanischer Trichterling, Duftender Röteltrichterling
Lebensgefährlich giftig! Schon kleine Mengen können tödlich sein.
- Saison · Aug – Apr
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 2–13 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
2-9 (12) cm Ø, hellbraun, cremebeige, weißlich bis kastanienbraun, an frischen Exemplaren mit typisch dunklerer, rötlichbrauner Mitte. Im Alter rotbraun fleckig. Meist bereift, glatt, jung konvex, dann ausgebreitet und oft unregelmäßig verbogen, jung leicht stumpf gebuckelt, später trichterförmig werden. Hutrand glatt, lange überstehend eingebogen (kremplingsartig) und etwas gerippt (gezahnt). Mitte: Im Zentrum größtenteils dunkler braun und +/-, mit rötlich-braunen Wasserflecken oder weißlicher fleckiger Bereifung, die sich im Alter löst.
Lamellen
Weiß, cremefarben bis hellbraun, im Alter etwas dunkler braun. Dicht stehend, deutlich herablaufend, einige gegabelt, leicht ablösbar oder am Hutfleisch verschiebbar.
Stiel
3-7 (9) cm lang, 0,5-2 (3) cm Ø dick, hellbraun bis weißlich, Hutfarben oder etwas heller, zur Basis etwas dunkler. Zylindrisch, jung voll, dann hohl, nie knollig, größtenteils nach oben leicht erweitert, selten leicht verdickt. Oberfläche fein faserig. Myzelreste weiß, niemals rötlich.
Fleisch
Weißlich-hellbraun bis hell cremebraun, ziemlich dick und fest, faserig, zäh, selten dünnfleischig.
Geruch
Jasmin, überreifen Birnen, Orangenblüten, blumen- oder obstartig, wie Veilchen oder ähnlich dem Fenchelporling, teils leicht marzipanartig. Geruch wie der Birnenrisspilz.
Geschmack
Mild, süßlich, etwas mehlartig, nach Zuchtchampignon, nach längeren Kauen etwas bitterlich. Wegen Vergiftungsgefahr Kostversuche meiden!
Sporenpulver
Weiß bis etwas cremefarben bis hellbraun (4-6,8 x 3-4,5 µm, breit elliptisch, leicht oval, fast rund mit kleinem Zipfel. In Kongorot überwiegend mit einem großen Tropfen, Q = 1,3-1,8, V = 64, Q 1,6 µm. Basidien 30-44 x 4,3-5,6 µm, viersporig, keulenförmig. Cheilozystiden fehlen, Pleurozystiden ca. 140-300 µm. Eine Kutis aus dünnen Hyphen (bis 4 µm dick). Fazit Zystiden: Nicht vorhanden, lediglich einige fadenförmige Marginalzellen an der Lamellenschneide HDS).
Vorkommen
Mischwald, gern bei Laubbäumen wie Buchen, Eichen, Espe, Pappel … oder Weißtannen (Pinus, Cedrus, Larix, Picea), größtenteils auf Nadelstreu auf kalkreichem Boden, wärmeliebend, bevorzugt mediterranen Raum, Herbst bis Frühling, sehr selten.
Gattung & Familie
Trichterlinge.
Anmerkungen
Diese Pilze wurden schon in der Schweiz und Österreich gesichtet. Einige Bilder von hier stammen aus Funden in Portugal. Die dünnen Stiele bei diesen Pilz-Abbildungen sind eine Folge von längerer Trockenheit gewesen. Normalerweise sind die Stiele viel dicker, bis zu 2-3 cm Ø dick – siehe die Bilder von Raphael Rickmann aus der Schweiz.
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