Pilz bestimmen

Apfeltäubling

Russula paludosa

Häufig
Hervorragender Speisepilz

Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.

Saison · Mai – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–22 cm
Sporenpulver
Gelb
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

4-15 (21) cm Ø, rötlich, blutrot, kirschrot, karminrot, orangerot, kupferfarben, alt gelblich bis blass orange ausbleichend, glänzend, schwach höckerig gerieft, unter der Huthaut rötlich, zur Hälfte abziehbar. Habitus jung: halbkugelig, dann flach gewölbt bis abgeflacht und trichterförmig vertieft.

Lamellen

Weiß, blassgelb, dünn, gedrängt stehend, ausgebuchtet angewachsen, viele Zwischenlamellen, vereinzelt sind die Schneiden zum Rand leicht rötlich überhaucht.

Stiel

3-10 (12) cm lang, 1-3 (3,5) cm Ø dick, weiß, meist mit rötlichem Hauch überzogen, innen schnell wattig hohl. Bei einem Zusammendrücken mit zwei Fingern lässt sich die Weichheit gut spüren. Basis überwiegend etwas verdickt, im Alter kann der Stiel von der Basis aus gräulich werden.

Fleisch

Weiß, fest, unter der Huthaut rötlich.

Geruch

Unbedeutend bis pilzig angenehm, beim Trocknen riecht es nach gedörrtem Apfelschnitzen.

Geschmack

Anfangs etwas schärflich für ca. 10-20 Sekunden oder sogar leicht bitterlich, später mild und süßlich.

Sporenpulver

Hellgelblich bis hellocker (7,5-11,5 x 6,2-8,2 µm, elliptisch, rundlich, mit nicht sehr stark herausragenden Pusteln oder Warzen mit bis zu bis 1 µm Höhe, teilweise netzig-warzig oder mit feinen Linien netzartig verbunden, Qm = 1,2. Basidien 35-55 x 9-14 µm, keulig, 1-2-4 Sterigmen, Hutdeckschicht mit 2,5-4 µm breiten, sehr dünnen, schwach keuligen Haaren = Hyphenendzellen und entfernten Septen. Pileozystiden 4-7 µm breit, stumpf, +/- Inkrustationtröpfchen. Pleurozystiden 55-120 x 7-13 µm, zylindrisch, spindelförmig, pfriemförmig. Cheilozystiden 36-70 x 6-10 µm, spindelförmig, zylindrisch, pfriemförmig. Alle Zystiden mit Sulfobenzaldehyd + schwach grauschwarz).

Vorkommen

Nadelwald, gern Kiefer oder Fichten in höheren (submontanen) moorigen und moosig feuchten Regionen, im Flachland fast fehlend, wächst oft gemeinsam mit dem Orangeroter Graustieltäubling auf feuchten sauren Boden, Symbiosepilz, Frühling bis Spätherbst.

Gattung & Familie

Täublinge (Sektion PALUDOSEINAE).

Anmerkungen

Der Apfeltäubling wächst gern gemeinsam mit dem Orangeroten Graustieltäubling, da er gleiche Wald- und Bodenverhältnisse liebt; er ist kulinarisch ebenso hochwertig.

Ähnliche Pilze