Marmorierter Holzrasling
Hypsizygus marmoreus
Auch: Marmorierter Buchenrasling
Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.
- Saison · Jul – Sep
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 2–9 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf Holz
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
3-6 (8) cm Ø, ockergelb, haselnussbraun, hell braunocker, wasserfleckig, nicht weiß wie der Buchenrasling, marmoriert, eingewachsen faserig, Rand lange eingerollt, filzig, im Alter bräunlich.
Lamellen
Cremegelblich, angewachsen, gedrängt stehend, kaum herablaufend, mit Zwischenlamellen.
Stiel
Weiß, längsfaserig, etwas weißlich faserfilzig, Basis mit mehreren büschelig verwachsen.
Fleisch
Weiß, dick, zäh.
Geruch
Angenehm, nussig, pilzig, würzig.
Geschmack
Mild, süßlich, nussartigen bis anisartig, würzig.
Sporenpulver
Weiß (4,5-7,5 x 4,5-6 µm, fast kugelig bis breit elliptisch oder eiförmig, glatt, hyalin, meist mit einem oder mehreren ausgeprägten Öltropfen, J-. Basidien viersporig und keulig. Siderophile: Wie für die Familie der Raslingsverwandte typisch, zeigen die Basidien oft eine siderophile Granulation. Das bedeutet, dass sich bei einer Färbung mit kochendem Karminessigsäure-Eisen-Gemisch feine, dunkle Granula im Inneren der Basidien absetzen. Cheilo- und Pleurozystiden fehlen. Lamellentrama: Die Hyphen verlaufen weitgehend parallel zueinander entlang der Lamelle. Huthaut ist aufgebaut als eine Schicht aus liegenden, parallel zur Oberfläche verlaufenden Hyphen. Die einzelnen Hyphenelemente sind schmal, etwa 2-4 µm breit, glatt und farblos. An fast allen Septen der Hyphen im Fruchtkörperfleisch sowie im Myzel lassen sich deutliche Schnallenverbindungen. Bei In-vitro-Kulturen des Myzels können sich unter bestimmten Bedingungen Arthrosporen = Glieder- bzw. Spaltsporen sowie Chlamydosporen = Dauersporen bilden).
Vorkommen
Meist auf totem Laubholz, seltener an lebenden Bäumen, meist büschelig wachsen, großflächig, Folgezersetzer, Spätsommer bis Spätherbst, wird gern kultiviert.
Gattung & Familie
Raslinge, Holzraslinge.
Anmerkungen
Die Unterscheidung zwischen HYPSIZYGUS MARMOREUS (Marmorierter Holzrasling) und HYPSIZYGUS TESSULATUS (Marmorierter Buchenrasling) ist ein klassischer Fall mykologischer Taxonomie-Debatten, da beide Pilze im Handel und in der Zucht eng miteinander verflochten sind. Die wichtigste Kernbotschaft vorab: In der modernen Mykologie und im kommerziellen Handel werden HYPSIZYGUS MARMOREUS und HYPSIZYGUS TESSULATUS von den meisten Autoren und DNA-Analysen als Synonyme oder lediglich als unterschiedliche Farbformen = Zuchtstämme betrachtet. Wenn im Handel oder in Pilzbeschreibungen dennoch eine Trennung vorgenommen wird, basiert diese primär auf optischen Merkmalen, z.B. der Hutfarbe und dem geografischen Ursprung.
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