Pilz bestimmen

Maronenröhrling

Imleria badia

Auch: Blaupilz, Braunchen, Bräundl, Braune, Braunhäubchen

+21 weitere Braunhäuptchen, Braunkappen, Braunkuppe, Bräunl, Bräunling, Frauenschwamm, Grasmaroni, Graspilz, Kastanienröhrling, Kleiner Steinpilz, Marienpilz, Marienschwamm, Marone, Moosmaroni, Nudelstreumaroni, Schafschwamm, Schmalpilz, Schmalpilzl, Schmalzpilz, Tannenpilz, Weishedl

Häufig
Hervorragender Speisepilz

Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.

Saison · Jun – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–25 cm
Sporenpulver
Braun
Grundform
Röhren / Poren
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-15 (25) cm Ø, dunkel- bis hellbraun, olivbraun, glatt, feucht schmierig, feinsamtige, matt, nass glänzend.

Röhren

Gelblich, grüngelb, auf Druck blaugrün verfärbend, rundlich, feinporig, ablösbar, alt schwammig, ausgebuchtet angewachsen.

Stiel

5-12 (15) cm lang, 1-5 (6) cm Ø dick, bräunlich bis gelbbraun, längs gefasert, keine Netzzeichnung, zylindrisch, Basis verdickt, dick knollig bauchig und +/- gebogen und nach unten leicht zugespitzt, Stielrinde mit eingewachsener Maserung.

Fleisch

Weißlich bis hellgelb, +/- stark blauend.

Geruch

Pilzartig angenehm, schwach säuerlich.

Geschmack

Nussig, pilzig.

Sporenpulver

Olivbraun (10-15 x 4-6 μm, glatt, Basidien zwei oder vier Sterigmata. Zystiden 40-50 x 7-10 µm, glatt, dünnwandig, hyalin. HDS Pileipellis 5-8 µm breit, in KOH goldfarben, Endzellen zylindrisch mit abgerundeten Spitzen).

Vorkommen

Mischwald, Nadelwald, gern sauren Boden, Symbiosepilz, Sommer bis Spätherbst.

Gattung & Familie

Röhrlinge, alt Filzröhrlinge, er soll neuerdings zu den Dickröhrlings-Verwandten gehören (Gattung: IMLERIA = Kastanienröhrlinge).

Anmerkungen

Leider ist dieser Pilz stark Cäsium 137 belastet - siehe Pilzgifte - doch wir essen ihn trotzdem gern! Er ist dem Steinpilz ebenbürtig! Die meisten Maronenröhrlinge fanden wir nach Tschernobyl, und wie einige Zeitschriften berichteten, soll eben dieser Pilz die radioaktiven Stoffe am intensivsten aufnehmen. Wenn es nicht mehr als 10 kg im Jahr sind, dürfte es keine wesentlichen Gesundheitsschäden geben, doch die Entscheidung muss immer jeder selbst treffen. Für Kinder oder Schwangere zumindest in größeren Mengen nicht wirklich empfehlenswert. Roh genossen gilt er als unverträglich, er enthält Xerocomsäure. Wir empfehlen eine Mindestgarzeit von 15 bis 20 Minuten, da diese schon öfter nur wenig gegart zu leichten Vergiftungserscheinungen geführt haben. Außer dem Cäsium 137 nimmt er Spuren von Schwermetallen auf, wie Quecksilber, Kobalt und Nickel, in unterschiedlichen Mengen. Diese gelten ebenfalls als bedenkenlos, wenn nicht zu viel verzehrt wird.

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