Wechselfarbiger Brätlingstäubling
Russula amoenicolor
Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.
- Saison · Mai – Okt
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 2–15 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
3-12 (14) cm Ø, jung: gelblich, ähnlich dem Violettstieliger Brätlingstäubling, meist jedoch purpurn, braunviolett, rötlich, weinrot, violettrot, graulila, rosabraun, olivgrün, karminrot bis violett, oft blass grünlich ausbleichend. Sehr in der Farbe variable, matt, samtig, leicht schuppig. Huthaut abziehbar, im Alter schwach gerieft, manchmal unter der Huthaut weiß oder etwas rötlich.
Lamellen
Weißlich, hellcreme bis etwas ockerlich, mit hell orangerötlichen bis lachsfarbenen Ton, teils gegabelt am Stiel angewachsene Lamellen, mit Querlamellen (Lupe) am Grund, Schneiden am Rand manchmal rötlich angehaucht.
Stiel
2-6 (8) cm lang, 0,5-1 (1,5) cm Ø dick, weiß, stellenweise karminrot bis karminrosa, Untergrund weißlich, überhaucht mit rosa-rötlichen bis lila Farbtöne, feinsamtig, im Alter gern kammerig hohl.
Fleisch
Weiß, im Hut oft etwas Farbe der Huthaut durchscheinend.
Geruch
Fischartig, krabbenartig, jung oft noch wenig erkennbarer Fischgeruch.
Geschmack
Mild, angenehm.
Sporenpulver
Cremefarben, hellgelb (5,7-8,5 x 5,2-8,2 µm, breit-elliptisch, teils fein gratig, +/- netzig ornamentiert, manchmal fast geflügelt, Warzen ca. 1-1,5 µm hoch. Hymenialzystiden 95-150 x 10-19 µm, spindelförmig, lanzettlich zugespitzt, mit Sulfobenzaldehyd negativ, an Lamellenschneiden = Cheilozystiden 40-100 x 6-7,5 µm, pfriemförmig und kürzer, an Lamellenflächen = Pleurozystiden 12-23 x 6-10 µm mit stark erweitertem Bauchteil, nur zerstreut zu finden. Huthaut mit granuläres, extrazelluläres Pigment).
Vorkommen
Mischwald, gern bei Eichen, Ahorn, Hainbuchen, selten bei Kiefern, Symbiosepilz, häufiger auf sandigen und kalkreichen Boden, in mediterranen Gebieten häufiger, Frühsommer bis Herbst, regional selten, RLD Deutschland.
Gattung & Familie
Täublinge (Untersektion Russula subsect. AMOENA, AMOENINAE = Untergattung der Samt- und Brätlingstäublinge).
Anmerkungen
Brätlingstäublinge haben überwiegend rötlich-lila Farbtöne. Sie sind größtenteils nicht sehr groß, aber immer mild. Der Geruch ist oft heringsartig; deshalb der Name Brätlingstäubling. Sie sind alle ausgezeichnete Speisepilze, jedoch meist relativ dünnfleischige, kleine Pilze.
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