Pilz bestimmen

Schwarzbraune Becherlorchel

Helvella aestivalis

Auch: Rötlichbraune Becherlorchel

Selten
Ungenießbar

Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.

Saison · Jun – Okt
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
2–9 cm
Sporenpulver
Weiß
Grundform
Kugel / Becher
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

2-8 (9) cm Ø, Innenseite: Dunkelbraun, rotbraun, purpurbraun, selten aderig gerippt, meist glatt, Außenseite: Graubraun, dunkelbraun, rotbraun, purpurbraun, fein gereift, oft etwas samtig-kleiig, oben mehr rötlichbraun, mit leichten Kupferfarben, zur Basis mehr blass rostrot. Der Rand ist meistens gekerbt (rissig) und selten verflachend, Gesamthabitus kelch- oder becherförmig.

Stiel

Ca. 0,5-1,5 (2,5) cm, sehr kurz und vereinzelt fehlend, weißlich bis hellbraun, gerippt mit kräftigen Gruben, später in Becherform übergehend. Kleine ungestielte Formen sind gelegentlich in direkter Nachbarschaft der Schwarzweiße Rippen-Becherlorchel.

Fleisch

Weißlich bis blass rötlich, brüchig, zäh, dünnfleischig.

Geruch

Unauffällig bei jungen Pilzen, erdig und dumpf bei älteren Exemplaren.

Geschmack

Mild, roh giftig.

Sporenpulver

Weiß, grauweiß, jung transparent (18,6-21,6 x 13,1-15,5 µm, rundlich, glatt, elliptisch, hyalin, Q = 1,3-1.6, N=50, Me = 20,1 x 14,3 m, Qe = 1,4. Asci 270-340 x 14-19 µm).

Vorkommen

Weg- und Straßenrändern, schattigen Laub- und Nadelwäldern, Gärten, Parks, oft bei Pappeln, gern vergrabenem Totholz oder Stümpfen, bevorzugt kalkreiche Bodenverhältnisse, einzeln bis gesellig wachsend, Folgezersetzer, wärmeliebend, häufiger in mediterranen Gebieten, meist Frühjahr bis Sommer, seltener bis Herbst, extrem selten in Mitteleuropa. In Deutschland sind 3 Funde bekannt.

Gattung & Familie

Lorcheln (HELVELLA), Becherlorcheln.

Anmerkungen

Vermutlich ist diese Lorchel essbar und relativ ungefährlich beim Verzehr. Nähere Informationen sind aufgrund der Seltenheit nicht vorhanden. Lorcheln können sehr unverträglich wirken, weshalb wir vom Verzehr abraten. Spuren des Giftes Gyromitrin sind bei allen Lorchelarten häufig enthalten. Wenn diese Lorchel für Speisezwecke verwendet wird, bitte gut kochen (15 Min.) oder trocknen, da dadurch das Gyromitrin zu 99 % verdunstet.

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