Pilz bestimmen

Haareis

Verursacht durch diverse pilzarten, hauptsächlich durch exidiopsis effusa

Auch: Eiswolle

Häufig Bandeis Eisblume
Ungenießbar

Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.

Saison · Okt – Apr
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
1–25 cm
Grundform
Keule / Koralle, Gallertartig, Sonstige
Wuchsort
Auf dem Boden, Auf Holz, Wiese / Garten

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

0,01-0,1 mm Ø dick und bis zu 20 Zentimeter lang, flächig zwischen 1 und 2 (30) cm Ø, feine weiße Eisnadeln. Kann Borke von den Ästen absprengen lassen. In den geschmolzenen Eishaaren befindet sich Lignin (Biopolymer). Es ist in den Zellwänden von Holz eingelagert. Der Pilz baut dieses ab und setzt diese frei. Dieses Abbauprodukt ist vermutlich für die Erhaltung der besonderen Haareis-Form notwendig.

Geruch

Neutral.

Geschmack

Unbedeutend.

Sporenpulver

Weiß … diverse Pilzarten (> 0,5 µm).

Vorkommen

Auf morschen, feuchten Laubtotholz. Das Haareis entsteht aus der Feuchtigkeit des Holzes und einer Pilzart im Holz. Hauptsächlich wurde die Rosagetönte Wachskruste als Verursacher gefunden. Diese setzt bestimmte Substanzen frei, die verhindern, dass sich nur kleine Eiskristalle bilden. Das Haareis bildet sich immer in einem Temperaturbereich von ca. 4 °C (Dichteanomalie des Wassers). Die Wachstumsgeschwindigkeit der Eishaare nimmt mit sinkender Temperatur ab. Die Entstehung ist nur bei Windstille möglich.

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