Dickscheidiger Scheidenstreifling
Amanita pachyvolvata
Auch: Dickfleischiger Scheidenstreifling, Unbeflockter Riesenscheidenstreifling
Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.
- Saison · Mai – Okt
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 2–21 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
4-12 (18) cm Ø, braun, graubraun, tabakbraun, braungrau, teils mit oliven bis rötlichen Farbtönen, trocken glänzend. Haut mit starken Rillen (Riefung) des Hutrandes von ca. 1/3 des Hut-Radiuses, sehr groß werdend. Vereinzelt sind die Mitte- oder Randbereiche etwas dunkler und erinnert dann an den Zweifarbigen Scheidenstreifling.
Lamellen
Weiß, frei bis fein angewachsen, mäßig gedrängt, meist aber sehr dicht stehend, Scheiden gleichfarbig, +/- leicht grau gefärbt.
Stiel
10-25 (30) cm lang, 2-3 (4) cm Ø dick, im Mittelteil ca. 2,5-3 cm dick, der Grund ist weiß, besetzt mit kleinen braunen Schüppchen = +/- genattert, nach oben verjüngt, im Alter hohl, Scheide sehr dick ausgebildet. Besonderheit: Volva innen und außen cremeweiß, sie ist nicht brüchig, bis ca. 14 cm hoch und 5-8 mm dick, alt außen ockerbraun bis rotbraun fleckend.
Fleisch
Weiß, alt etwas gelblich.
Geruch
Unbedeutend, neutral.
Geschmack
Mild, roh giftig.
Sporenpulver
Weiß (10,2-15 x 9,5-13,4 µm, hyalin, globos, glatt, subglobos, Q = 1-1,3, Vm = 730 µm³, vereinzelten Sphaerozysten = abstehende Keulen in der Volva. Marginalzellen keulig bis blasig, Basidien zwei- oder viersporig, keine Schnallen vorhanden).
Vorkommen
Mischwald, meist Laubwälder, seltener im Nadelwald, gern sauren Boden, Symbiosepilz mit Eiche, Tanne, Buche, Fichte, Frühsommer bis Spätherbst, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).
Gattung & Familie
Scheidenstreiflinge.
Anmerkungen
Scheidenstreiflinge sind immer willkommene, gut schmeckende Speisepilze - leider etwas brüchig! Transporttipp! Große Scheidenstreiflinge lassen sich fast unbeschadet im Korb nach Hause bringen, wenn man die bereits ausgebreitete Kappe sogleich abschneidet und diese zwischen Huflattichblätter oder anderes größeres Laubzeugs (Farn, Pestwurz oder ähnliches) legt.
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