Winterhelmling
Mycena tintinnabulum
Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.
- Saison · Dez – Mär
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 1–5 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden, Auf Holz
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
1-3 (3,5) cm Ø, graubraun, braun, rotbraun, kastanienbraun, weißlich und hellbraun bei wenig Lichteinfall, jung halbkugelig, später flach, Mitte oft dunkler, Rand heller, gerieft, manchmal etwas durchscheinend, bei Nässe klebrig-schmierig, hygrophan.
Lamellen
Grauweiß, hell graubraun, später rosafarben, hell fleischrosa, fein angewachsen und mit Zähnchen herablaufend, gedrängt, flach, dünn, 23-28 bis zum Stiel reichend, mit Zwischenlamellen, +/- am Grund teils queraderig verbunden, im Alter etwas geädert und gegabelt.
Stiel
Weißlich, graubraun, rotbraun, gelbbraun, Spitze heller, zur Basis dunkler glänzend, oft klebrig, glatt, fest, steif, zäh, hohl, gebogen, dünn bis ca. 2-4 mm Ø, zur Basis gelbbraun, striegelig wurzelnd.
Fleisch
Weißlich, etwas grauweiß, dünn.
Geruch
Erdig, modrig, seifig, etwas knoblauchartig, nach rohen Schnittbohnen.
Geschmack
Mild, dennoch erdig, modrig, seifig, etwas knoblauchartig, etwas herb-zusammenziehend.
Sporenpulver
Weiß (4,5-6,5 x 2-3 µm, Basidien 15-28 x 4-5 µm, mit 2,5-4,5 µm langen Sterigmen, viersporig, Cheilozystiden 15-35 x 8-14 µm, keulig bis etwas unregelmäßig geformt, gebogenen Auswüchsen ca. 1,5-11 x 1-2 µm, Pleurozystiden nicht vorhanden, HDS-Hyphen ca. 1-3 µm breit, die der Rindenschicht ca. 1-4 µm breit und in Gallertmasse eingebettet, glatt oder mit vereinzelten Auswüchsen 1,8-10 x 1-1,6 µm, Endzellen auf 7,5 µm verbreitert und unterschiedlich geformt, Schnallen omnipräsent).
Vorkommen
Laubwald, an Totholz, Laubholzstümpfe, vergrabene Äste, oft Buche, Eiche, Erle, Hainbuche, büschelig wachsend, Folgezersetzer, Winter bis Frühling.
Gattung & Familie
Helmlinge.
Anmerkungen
Makroskopische Kennzeichen vom Winterhelmling ist die Erscheinungszeit im Winterhalbjahr. Verhältnismäßig oft haben sie gebogene Stiele, stark geriefte graue, graubraune bis rotbraune, breit glockige, deutlich geriefte Hüte. Vorkommen meist in großer Anzahl und gedrängt wachsend an dickem Laubholzsubstrat, meist Buche oder Eiche. Dieser Pilz wäre sogar essbar, aber minderwertig. Helmlinge sind in der Regel als Speisepilz ungeeignet! Oft wächst dieser Pilz gemeinsam mit Samtfußrüblingen.
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